Haltung zu den BewohnerInnen

Wohnung: Grundbedürfnis, Grundrecht
Eine Wohnung gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Die Bedürfnisse nach Obdach und einer sicheren Wohnung sind seit jeher im Menschen verankert. In der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, Art. 25 wird das Recht auf eine Wohnung wie folgt definiert:
"Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschliesslich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände."

Wohnungswechsel
Ein Wohnungswechsel ist oft mit einer Änderung im persönlichen Leben verbunden. Es gibt verschiedene Anlässe, um eine Wohnung zu wechseln: Familienzuwachs, Zusammenzug mit PartnerIn, eine neue Arbeitsstelle, Trennung in der Beziehung, Verlust der Arbeitsstelle oder sogar durch den Tod.

Allgemein
Die Stiftung begleitet den Wohnungswechsel sorgfältig und persönlich. Wir suchen den direkten Kontakt mit den BewohnerInnen und treffen eine sorgfältige Auswahl. Wir pflegen einen freundlichen und respektvollen Umgang und gehen auf die individuellen Lebenssituationen der einzelnen Menschen ein.

Durchmischung und spezielle Bedürfnisse
Die Stiftung ist bemüht eine ausgewogene Zusammensetzung der BewohnerInnen hinsichtlich Alter, sozialer Schicht und ethnischer Herkunft zu finden. Sie berücksichtigt bei der Auswahl die demografische, kulturelle und ökonomische Durchmischung. Dabei arbeitet die Stiftung mit verschiedenen Institutionen zusammen, die sozial benachteiligte Personen unterstützen.

Weiter schafft die Stiftung Mietwohnungen für ganz spezielle Bedürfnisse, wie z. B. für Alleinerziehende und professionelle MusikerInnen. Die Stiftung Habitat setzt dabei auf Personengruppen, welche für viele Liegenschaftsverwaltungen nicht von Interesse sind. Weiterhin versucht sie Familien mit Kindern zu motivieren in Basel wohnen zu bleiben bzw. neu dorthin zu ziehen.

Was ist "günstig" in Zusammenhang mit Mietwohnungen?
Günstig ist nicht gleichzusetzen mit "billig". Die Stiftung vermietet den MieterInnen Raum und Komfort zu äusserst attraktiven Konditionen. Um eine sozial vielseitig zusammengesetzte Mieterschaft anzusprechen, hat die Stiftung ein eigenes Mietzinsbeitragsmodell entwickelt, welches sich in der Vergangenheit sehr bewährt hat. Damit unterstützt sie MieterInnen je nach Einkommens- und Vermögenssituation. Die Stiftung setzt damit gezielt auf eine Unterstützung der einzelnen Personen und nicht auf eine Subvention des Mietobjektes.
Grünflächen, Begegnungsorte
Die Stiftung lebt besonderen Wert auf eine benutzerfreundliche Gestaltung der Allgemein- und Aussenräume. Sie handelt nach ökologischen und sozialen Grundsätzen und unterstützt den Bau von Plätzen und Grünflächen. Wo sinnvoll, errichtet die Stiftung Gemeinschaftsräume und Begegnungsmöglichkeiten für die BewohnerInnen.

Förderung von Eigeninitiative
Die Stiftung ist offen für Ideen von BewohnerInnen und ist daran interessiert, dass diese gemeinsam umgesetzt werden können. Dafür veranstaltet sie in regelmässigen Abständen Mieterversammlungen, an welchen die Bedürfnisse der BewohnerInnen direkt abgeholt werden. Bei der Auswahl der Mietparteien wird geschaut, ob die Personen grundsätzlich interessiert sind, sich in eine Wohngemeinschaft einzubinden und Interesse haben, sich mit dem Wohnort zu identifizieren.

Schlichtung durch Mediation

Die Stiftung sucht bei Problemfällen immer zuerst das direkte Gespräch mit den BewohnerInnen und fördert die Kommunikation zwischen den Mietparteien. Ziel ist es, dass Probleme unter den BewohnerInnen im guten Einvernehmen gelöst werden können. Dabei erklärt sich die Stiftung bereit in der Rolle des Mediators aufzutreten. In Einzelfällen wird auf Kosten der Stiftung eine externe Mediation beigezogen.

Referenzzinssatz
Die Stiftung Habitat verfolgt die Referenzzinssatzänderungen. Der Nettomietzins der Mietobjekte wird den gesetzlichen Vorschriften entsprechend angepasst.

Mietzinsgestaltung
Die Berechnung des Mietzinses richtet sich nach dem Mietpreisraster des Statistischen Amtes Basel-Stadt. Die oberen Mietzinse werden nach dem durchschnittlichen Netto-Quadratmeterpreis des jeweiligen Quartiers festgelegt, die unteren Mietzinse liegen in der Regel bei CHF 12.00 pro Quadratmeter. Die Bandbreite, die dadurch entsteht, ergibt den möglichen Mietzinsbeitrag. Hierzu ein Beispiel:
3-Zimmer-Wohnung, 63 m² im Rosental-Quartier:
63 m² x CHF 15.00 = CHF 945.00 (normaler Netto-Mietzins)
63 m² x CHF 12.00 = CHF 756.00 (minimaler Netto-Mietzins)
Max. Mietzinsbeitrag = CHF 189.00

Um die Durchmischung zu gewährleisten, werden nicht alle Wohnungen in einer Liegenschaft mit dem vollen Mietzinsbeitrag vermietet. Es werden einige Wohnungen in einer Liegenschaft mit einem Teil-Mietzinsbeitrag oder zum normalen Mietzins vermietet.

 
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